Kunstradfahren

Ein Wochenende der Superlative !  Draußen vor der Türe zwar das dem Norden gerne zugesprochene Wetter und damit das glasklar-feuchtfröhliche Kontrastprogramm zum typischen Hallenradsport-Wetter – irgendwo war immer ein Sprinkler in den Wolken geöffnet – doch unter dem trockenem Dach entstanden am laufenden Band spannende Momente aus Schweiß, Emotionen, Leistung hoch auf dem Fahrradsattel. Drinnen, in der Stadt – Hamburg ist durchaus eine Reise wert, Land und Leute im hohen Norden haben durchaus ihren Charme, die Menschen ein offenes Gemüt und die Stadt ganz viele nette Ecken. Superlative war für unser Team dieses Mal auch die vermutlich längste innerdeutsche Anreise in der jüngsten Vergangenheit – einziger Konkurrent in diesem Wettbewerb der Tachometersprünge in diesem Jahr der Junior-Mannschafts-Cup in Osterholz-Scharmbeck im April und – nach leichtem Nachdenken und einer Suche im Bildarchiv – mit knapp größerer Entfernung die Europameisterschaft der Junioren in Ludwigslust vor mehreren Jahren. Gut nachvollziehbar, welche Kilometerzahlen den Teams rund um Schwanewede jedesmal auf den Zähler laufen, wenn sie die Wettbewerbe im Süden des Landes besuchen. Respekt ! Und schön, euch immer wieder auch hier im Süden zu sehen.

Doch Superlative gab es auch in der Halle – auf dem Parkett, auf dem die Wettbewerbe rund um die Titel des Deutschen Meisters ausgerichtet wurden. Einverstanden – das Parkett war aus Linoleum, doch ob es am höheren Breitengrad gelegen haben mag, dass die Welt manchmal etwas auf dem Kopfe stand ? Wir erinnern uns an das Finale der Einer Damen im Kunstradsport, wie die Uhren dieses Mal rückwärts liefen. Zumindest gefühlt. Im Fernsehen läuft gerade „Catch me if you can“ – nichts wäre ein besserer Untertitel für den Krimi auf der Fahrfläche, der sich bei den Damen zugetragen hat und Zuschauer vor Ort wie auch die Zuschauer zu Hause an den Computer-Bildschirmen in den Bann gezogen hat. Ob das das Motto war, mit dem Viola Brand ins Finale ging ? Nur eine hat’s geschafft – fast… Doch auch die anderen Wettbewerbe waren nicht minder spannend – im Radball wie auch bei den vielen anderen Kunst- und Einrad-Wettbewerben – auch bei den Männern gab es „das doppelte Lottchen“, wenn man bei der Analogie aus Film und Fernsehen bleiben mag: Doppelte Besetzung auf dem Platz Eins als Special der hohen Breitengrade – der Express-Artikel zu den damals aktuellen wie unerwarteten Entwicklungen im linoleumbesetzten Rechteck aus 11 x 14 Metern sei an dieser Stelle in Erinnerung gerufen: Wahrhaft – „der Tag an dem so manches anders war„…

Viel Spass beim Anschauen der Highlight-Galerie aus Hamburg-Harburg !


 

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